Ausmisten im Januar

Recycle Icons - Recycling, ausmisten und Entsorgen

Neues Jahr, neues Glückl! Januar ist der Monat, in dem du neu anfangen willst, nicht? Zeit, Altes loszuwerden. Neue Projekte in Angriff zu nehmen. Aber wie macht das so richtig umweltbewusst? Ob du deinen Lebensstil konsequent auf Minimalismus ändern willst, oder lediglich den Keller ausmisten: Wir haben hier ein paar Infos zusammengetragen, die dich hoffentlich in deinem Vorhaben unterstützen werden.

 

Fünf Schritte zum Ausmisten

1. Familie, Freunde und Bekannte

Kann jemand noch etwas gebrauchen, was dir ausgedient hat? Zum Beispiel könntest du ein paar Freunde zum Apéro, Kaffeeklatsch oder – falls du das im Sommer liest – zur Gartenparty einladen; so hast du die Gelegenheit alte Freunde wieder zu sehen, und wer weiss, deine Sachen finden einen neuen Besitzer? Wenn nicht, postest du das Stück einfach mal auf den sozialen Medien und wir drücken dir die Daumen, dass die richtige Person den Post sieht!

 

 

2. Inserat oder Auktionen

Ansprechende Fotos von deinem Möbelstück oder dem Tassli machen, eine gute Beschreibung die keine Fragen offen lässt dichten, einen Preis ansetzen, und das ganze online schalten. Egal ob du dich für ebay, Ricardo oder tutti.ch entscheidest, wichtig ist, dass du dir im Klaren über deine eigenen Bedingungen und auch den Geschäftsbedingungen der Plattform bist. Ob du einen Käufer findest können wir nicht garantieren, aber wir versprechen dir, dass es sich immer wie ein kleines Abenteuer anfühlt!

Eine andere Art Inserat hat sich übrigens bei Bekannten nach dem Umzug bewährt: Auszug aus der Wohnung mit allem was man behalten will, für einen Ausräumungsverkauf der zurückgebliebenen Sachen ein Inserat schalten und diese gleich in der Wohnung verkaufen. So musst du nur noch den Rest entsorgen und darauf hin die Wohnung putzen. Clever, nicht?

 

3. Ins Brockenhaus

Nach Schritt 1 und 2 noch immer Sachen zu vergeben? Was nun? Es tut doch einfach weh, wenn man ganze, noch schöne und funktionierende Stücke wegwerfen muss. Deshalb sollte der nächste Schritt sein: Aussortieren, was ins Brockenhaus oder zum Hilfswerk kann. So erreichst du vielleicht Leute, die du nicht in deinem Bekanntenkreis hast, und online ev. nicht so bewandert sind. Oder sie sind einfach auf der Suche nach einem Schnäppchen. Wer weiss. Was wir aber wissen ist, dass du damit sicher Gutes tust!

Falls du kein Brocki in deiner Nähe hast, das dir sympatisch ist: Die besten Erfahrungen haben wir mit der Heilsarmee Brocki gemacht und für grosse Möbel offerieren in vielen Ortschaften sogar einen Abholdienst. Am besten die Filme durchschauen oder mit ihnen Kontakt aufnehmen:
http://www.brocki.ch/ich-gebe-ware/

 

4. Zum Recycling

Wo du was recyclen kannst, findest du auf der recycling-map.ch, ein wirklich hilfreicher Dienst der Igora Genossenschaft die nach dem Motto lebt: 100% Recycling, 0% Littering. Wie sympatisch! Du kannst dir die Entsorgungsstellen auflisten oder auf einer Karte anzeigen lassen. Und es gibt sogar eine App! Dank Symbolen weisst du bereits zu Hause, was du wo hinbringen kannst und was nicht.
http://recycling-map.ch

Es lohnt sich zudem, die Entsorgungswebsite in deinem Kanton resp. deiner Wohngemeinde zu prüfen. In Zug zum Beispiel tourt der Oekibus wöchentlich durch die Gemeinde und nimmt Recycling-Artikel entgegen, die du zum Teil bei deiner lokalen Recycling-Stelle nicht deponieren kannst. Dies ist ein wirklich hilfreicher Service beim ausmisten.

 

5. Zum Entsorgungshof

Je nach Kanton und Wohnort ist das Angebot unterschiedlich, aber grundsätzlich tun sie alle das selbe: Sie nehmen ALLES entgegen, was du ausgemistet hast! Wichtig ist einzig, dass du es auch wirklich in den richtigen Container wirfst. Schau dich bei deinem ersten Besuch gut um; einige Orte bieten auch ein Gestell für Ware an, die noch funktioniert, damit sich andere Besucher dort bedienen können. Clever! Denn es gibt kein besseres Gefühl als wenn du dich von einem Stück zwar trennst, aber gleich zusehen kannst, wie es jemand mit Freude abtransportiert.

Auch die Entsorgungshöfe sind in der recycling-map.ch aufgelistet, und unsere Erfahrungen mit dem Personal auf den Entsorgungshöfen war durchwegs positiv; also wenn du unsicher bist, darfst du immer jemanden fragen. Und mit einem kleinen Beitrag in ihr Kafikässeli musst du auch ganz sicher kein schlechtes Gewissen haben 🙂

Wenn du viel Ware hast lohnt es sich ein Auto zu organisieren. Vielleicht bist du ja bereits Mitglied bei Mobility? Für weniger Ware schwören wir auf unser gutes altes Einkaufswägeli, das im 2014 sogar Kassensturz Testsieger wurde. Damit transportiert sich eine vernünftige Menge auf einfachste Weise. Und du kannst es zum Beispiel zu Hause bereits als Glassammelstelle benutzen!

 

Vorbeugen ist besser als Heilen

Das gilt definitiv auch beim Abfall. Tips, die den Abfall reduzieren gibt es im Netz ja zahlreiche; trotzdem listen wir hier ein paar kleine Gewohnheiten auf, die uns wichtig sind und bereits Grosses bewirken können!

  • Möglichst kleine Portionen kaufen und nur kaufen, was du auch verwenden wirst (zuerst die Liste, dann der Einkauf).
  • Ausser bei Handseife und Reinigungsprodukten: Hier ist mehr, weniger! Längere Haltbarkeit ermöglicht den Kauf von grossen Kanister, was den Verpackungs-Abfall enorm reduziert. Wir lieben unsere kleine „Putzmittel-Tankstelle“ mit etwa 6 Sonett-Kanister im Keller; so können wir nur kleine Portionen in der Wohnung halten, was auch unserem Minimalism-Lifestyle entspricht. Achtung; nicht vergessen die Abfüllpumpe mitzubestellen!
  • Gemüse und Früchte frisch mit möglichst wenig oder zumindest in recyclierbarer Verpackung (siehe Symbole) kaufen. Und die Ware verarbeiten, bevor sie vergammelt!
  • Papier und Holz ausschliesslich mit dem FSC Label kaufen.
  • Beim Kauf auf Qualität statt Quantität achten: Möbel oder Accessoires in guter Qualität kannst du später auch einfacher weitergeben! Klassische Designerstücke lassen sich zum Beispiel in der Regel problemlos weiterverkaufen.
  • Wenn dein alter Computer noch in Ordnung gewesen wäre und erst seit den neuesten Software-Update unbrauchbar langsam ist: Entweder ein Linux-OS (z.Bsp. Ubuntu) installieren und dem Gerät so wieder neues Leben einhauchen, oder sicher die Marke wechseln; es kann nicht sein, dass Grossfirmen uns zwingen, bereits nach zwei Jahren gute Hardware zu entsorgen nur weil sie zu bequem sind, die neuste Software mit diesen Geräten kompatibel zu machen.

 

Weitere nützliche oder inspirierende Links zum Thema

Zürich hat eine ausführliche Auflistung von Abfallarten von A bis Z… wir wissen jetzt sogar, wo wir Bahnschwellen entsorgen können! 🙂
http://www.awel.zh.ch/internet/baudirektion/awel/de/abfall_rohstoffe_altlasten/abfall/abfallarten.html

Hintergründe, Zusammenhänge und ein paar Best Practices:
http://www.greenpeace.org/switzerland/de/News_Stories/Thoreau/Entsorgung/

Ein Artikel vom Beobachter zum Thema Sondermüll:
http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/buerger-verwaltung/artikel/sondermuell_die-suender-sind-die-konsumenten/

Alltagstaugliche Blogbeiträge von Rachel Jones zum Thema Ausmisten (in englisch):
http://nourishingminimalism.com/

Esti

Autor: Esti

Entwicklerin durch und durch - egal ob Software oder Rezepte!

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