Minimalistischer Badezimmerschrank und Sanctum

Sanctum

Der ursprüngliche Gedanke dieses Beitrags war, dem unnötigen Schleppen von Beautyprodukten in die Ferien einen Riegel zu schieben. Denn neben Kleider war bei mir das Necessaire immer das Schwerste im Gepäck. Hand aufs Herz: viele von uns nehmen zu viel mit damit auch ja nichts fehlt. Beim Probepacken fiel mir jedoch auf, dass gar nicht das Necessaire das Hauptübel ist, sondern bereits der Badezimmerschrank! Also gehen wir einen Schritt zurück und packen das Problem an der Wurzel. Am Ende habe ich nun nicht nur leichteres Gepäck sondern mehr Platz im Badezimmerschrank und vor allem mehr Zeit am Morgen und am Abend.

Chaos, Stress und Co.

Der kleine Badezimmerschrank, das ich mit meiner Familie teile, platzte aus allen Nähten. Ein Teil der Produkte habe deshalb ich im Kleiderschrank deponiert, andere auf dem Badewannenrand. Jeden Tag verlor ich Zeit mit Suchen, mit Aus- und wieder Einräumen, heruntergefallene Produkte aufzuwischen und ärgerlichen Starts in den Tag.

Beim Vorbereiten dieses Beitrags ist die Erkenntnis aufgekommen, dass ich schlicht und einfach zuviele Beautyprodukte habe, die ich nicht brauche, weil sie in die Kategorie Last-Minute Käufe (Muss ich unbedingt haben) oder praktisch unbenutzt für einen möglichen künftigen Einsatz ihr Dasein fristen. Doch neu gekaufte Produkte einfach weggeben? Schade ums Geld. Oder doch nicht. Schlussendlich ist das schlechte Gewissen beim Blick in den Badezimmerschrank oder die Zeit mit Suchen zu verschwenden teurer.So brauchte dieser Artikel am Ende ein wenig länger als andere. Doch nun kann ich euch meine Erfahrung aus erster Hand mitgeben, denn das neue System hat sich in der Zwischenzeit bewährt.

Ich habe mehr Zeit. Und? Angesteckt?

Der Weg zum minimalistischen Badezimmerschrank 

Nun, ich wählte die harte Methode und kippte all meine Sachen ins Lavabo. Unglaublich zu sehen, was sich da alles angesammelt hatte. Nur für den Fall, dass ich sie doch eines Tages wieder benutze? Zuerst putzte ich gründlich das Schränkchen und genoss vor dem Einräumen die Leere. Rein stellte ich nur noch Produkte, die ich auch wirklich mag und täglich oder zumindest einmal pro Woche benutze. Der Rest wanderte gleich in die Entsorgung. Ein Blick in unser Badezimmerschrank ist nun beruhigend und stressfrei. Seit dem Tag halten wir alles minimalistisch, sparen Zeit und am Ende auch Geld. Doch das Beste daran ist, ich kann sozusagen eins zu eins alles in die Ferien mitnehmen. Ehrlich gesagt, erinnere ich mich auch nicht mal mehr, was ich alles weggeworfen habe…

Ruhe und Klarheit

Seit einigen Jahren versuche ich, mich auf natürliche, vegane und tierversuchsfreie Beauty Produkte zu beschränken. Es war ein langer Weg bis alles komplett umgestellt war, inklusive „try and error“ Momente. Doch jedes Mal, wenn ich jetzt ins Badezimmer komme, fühle ich, dass ich dem Ziel nahe bin und „meine“ Produkte gefunden habe. Die neuen minimalistischen Gewohnheiten am Morgen und am Abend sind bereits zur Routine geworden und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass ich früher für alles so lange gebraucht habe. Aber eben. Es fallen weg: Umstellen, wieder Aufstellen, flicken, suchen, hin- und her rennen…

Minimalistischer Badezimmerschrank
Der halbe Badezimmerschrank nach der grossen Aufräumaktion.

Meine Beauty Produkte

Gesichtspflege mit Sanctum

Sanctum Tages- und Nachtcreme, Seife, Augencreme und Abschminkcreme. Seit längerer Zeit benutze ich nun Sanctum Produkte und bin begeistert. Die erste Gesichtspflege in meinem Leben, die wirklich hält, was sie verspricht. Neben minimalistischem Design und einer überschaubaren Produktlinie sind sie alle rein natürlich und biologisch. Mehr zu Sanctum weiter unten im Interview mit Konrad Merki, dank dem wir Sanctum in der Schweiz kaufen können.

Sanctum
Sanctum Produkte

Make-up

Als Grundierung kommt eine schlichte B&B Creme von Lily Lolo. Die Spuren von kurzen Nächten decke ich mit einem INIKA Concealer (bestellt bei Biomazing) ab – das heisst, wo der Kaffee nicht hinkommt. Lily Lolos Contour Duo und das Cheek Duo Naked pink auf das Gesicht verteilt (auf der Seite von Lily Lolo Schweiz  sind auch Tutorials zu finden…) sowie auf die Augenlider ein oder mehrere Shades der Lidschattenpalette. Diese enthält nude aber auch dunkle Töne und kann so für ein Tages- und Abend Make-up verwendet werden. Lily Lolo Mascara als Finish und fertig ist die Morgenroutine.

Lily Lolo Make-up
Lily Lolo Make-up Basics

Nagelpflege

Für die Lippen und Nägel schwöre ich auf Kokosöl und Exurbe Cosmetics. Ein Schweizer Brand mit veganen natürlichen Produkten. Über den Nagellack haben wir hier und auf Instagram bereits öfters geschrieben. Dazu ein Clipper, eine Pinzette, Nagelschere und eine Nagelfeile.

Exurbs cosmetics für meine Nägel
Exurbs cosmetics für meine Nägel

Haarpflege

Für meine Haare brauche ich D’avines. Sie sind davon überzeugt, dass die Ernährung für die Haare ebenso wichtig ist, wie die Haarpflege. Gemäss Hersteller sind meine Shampoos und Conditioner vegan und ohne Tierversuche. Ok, ich greife ein wenig tiefer in die Tasche, doch auch bei langen Haaren braucht es wenig pro Haarwäsche und die Flaschen halten relativ lange hin. Für die Ferien gibt’s „Müsterli“, die portionenweise abgepackt sind. Die Haare lasse ich lange, so dass ich auch hier wenig Produkte fürs Styling benötige – und Zeit.

D'avines
D’avines Shampoo und Conditioner

Körperpflege

Es gibt nichts Schöneres als sich nach dem Duschen einzucremen. Lavera Kokoskörpermilch hüllt mich in ein Meer von Kokosduft. Sobald jedoch diese Tube fertig ist, möchte ich auf den Körperbalsam von Sanctum mit Sheabutter und Kokos umstellen. Das aluminiumfreie Deo und die Fusscreme von Lavera runden das Duschritual ab.

Lavera
Lavera Deo und Fusscreme

Unter der Dusche

Unter der Dusche ist im Moment das Lavera Kokosdusch aktuell. Als arbeitende Mutter habe ich manchmal wenig Zeit für mich, doch die abendliche Dusche geniesse ich umso mehr. Unter dem Wasserstrahl schminke ich mich auch gleich ab (mit Sanctum Soothing Cream Cleanser), brauche die Zahnseide und präpariere die Sommerbeine mit Männer Rasierklingen von Wilkinson. Auch diese sind gemäss Hersteller vegan und ohne Tierversuche. Rasierschaum bleibt aus, denn das Duschmittel reicht dafür völlig aus.

Lavera Dusch und Körperlotion.
Lavera Dusch und Körperlotion mit Kokosduft.

Das minimalistische Necessaire

Mit dem minimalistischen Badezimmerschrank kann ich nun fast alles ins Necessaire einräumen. Viel fülle ich in kleinere Behälter oder bestelle bei Sanctum die praktischen Portionen der Essentials. Nagellack bleibt zu Hause.

Einige Produkte, die ich nun verwende, kosten ein wenig mehr, halten aber alle insgesamt länger an. Mit dem Minimalismus könnte ich sicher noch weiter gehen. Wie zum Beispiel Peelings selber zubereiten, Körpercreme aus Kokosbutter herstellen…  Aber wenn ich zurückblicke – und auch während ich diesen Beitrag schreibe – bin ich zufrieden an dem Punkt wo ich jetzt bin. Es gibt immer etwas zu verbessern, doch für mich zählt Schritt für Schritt über sofortigen Perfektionismus.

Mehr über meine Lieblingskosmetika Sanctum

Wer ermöglicht uns, dass wir die australische Marke Sanctum in der Schweiz einkaufen können? Bereits bei einigen Gelegenheiten konnten wir Konrad Merki von Sanctum Schweiz treffen und freuen uns jedes Mal, wieviel Herzblut er in die natürliche, vegane und tierversuchsfreie Kosmetik einbringt. Von Konrad wollte ich wissen, was Sanctum aus seiner Sicht so besonders macht.

Vegansis: Konrad, du vertreibst in der Schweiz die Sanctum Produkte. Was machen diese Produkte so besonders? 

Konrad Merki: Es hat so viele Besonderheiten die Sanctum einzigartig machen. Es ist eine durchdachte Marke mit einer Philosophie, die keine Kompromisse eingeht.

Alle Inhaltsstoffe müssen ihren Ursprung in der Natur haben, d.h.  Sanctum verwendet keine naturidentischen Stoffe, das sind Stoffe die zwar in der Natur existieren, werden aber im Labor synthetisch nachgestellt. Viele Natur- und Biokosmetik Linien dürfen solche Stoffe verwenden. Bei Sanctum ist das verboten, weil diese nicht aus der Natur stammen. Das betrifft die Natürlichkeit. Sanctum hat auch einen sehr hohen Anteil an Bio-Inhaltsstoffe. So hat jedes Produkt nicht weniger als 75% Bio Inhaltsstoffe bis hin zu 99%. Im Vergleich, was in der Branche unter Natur- und Biokosmetik verkauft wird, ist das sehr hoch. Cool ist auch, dass man auf jedem Produkt sieht, wieviel Prozent aller Inhaltsstoffe Bio zertifiziert sind.

Weiter sind alle Produkte von Sanctum Vegan zertifiziert und nicht nur einen Teil. Das unterstützen wir, indem wir auch nicht in Länder exportieren die Tierversuchspflicht haben wie zum Beispiel China. Da alle Inhaltsstoffe eine natürlichen Ursprung haben, werden natürlich keine Parabenen, Silikonen, etc. verwendet.

Sanctum verwendet ebenfalls nicht – wie die meisten Marken – Wasser als Basis sondern Aloe Vera, Ringelblume, Kamille und Olivenblattextrakt. Man erhält also nicht wasserverdünnte Produkte sondern Substanz für das, was man bezahlt.

Die Formel wurde so zusammengestellt, dass die Produkte auch wirksam sind. Es bringt nicht viel, wenn man alle diese tollen Zertifizierungen hat, aber die Produkte gar nicht wirken. Was noch zu erwähnen ist: alle Tuben und Kappen sind biologisch abbaubar.

Ich denke, alle diese Faktoren zusammen machen Sanctum so einzigartig.

Seit mehr als zwei Jahren bin ich persönlich ein ‚Fan‘ von Sanctum, da sie wirklich halten, was sie versprechen, wie du vorhin erwähnt hast. Wie bist du zu Sanctum gekommen? 

Durch meine Arbeit bei einer Firma, die alternativ medizinische Produkte verkauft hat. Ich fand die Produkten toll und einzigartig und wollte unbedingt anderen die Möglichkeit geben, diese Produkte in der Schweiz zu kaufen. Das Schöne ist, man muss nicht mit kreativen Marketingsprüche ein Produkt verkaufen, sondern kann offen und ehrlich Fragen von Kunden beantworten, weil die Marke nichts zu verstecken hat.

Im neuen Onlineshop sind die Produkte unter anderem nach Hauttyp sortiert. Wie können wir unseren Hauttyp am besten bestimmen?

Es ist sehr wichtig, dass man die richtigen Produkte auswählt, dass kann ich nicht genug betonen. Bei der Verwendung von falschen Produkten für seinen Hauttyp werden nicht die gewünschten Ergebnisse erreicht. Es gibt zwei Sachen zu berücksichtigen:

a. Hauttyp: Das ist der Hauttyp mit dem wir geboren sind, also unsere natürlich, gegebene Haut.

b. Hautzustand: Unser Hauttyp kann beeinflusst werden durch die Sonne, Essen, etc. also von äusseren Einflüssen.

Auf unserer Webseite sind unter der Kategorie „Bestimmen Sie Ihren Hauttyp“ die verschiedene Kriterien zu sehen, um damit den eigenen Hauttyp mit Rücksicht auf den Hautzustand bestimmen zu können. Was heisst das? Der Hautzustand ist meistens nur eine Momentaufnahme, vielleicht weil man ständig äussere Einflüsse hat. Esse ich zum Beispiel zu fettig, wird meine Haut fettiger auch wenn ich eigentlich trockene Haut habe. Oder Einflüsse durch Make-up etc, spielen auch eine Rolle. Man sollte sich also die Zeit nehmen die Haut zu beobachten, um den wahre Hauttyp zu erkennen.

Welche Produkte empfiehlst du Reisenden, um möglichst mit leichtem Gepäck unterwegs zu sein? 

Ich denke, da gibt es keine einfache Antwort, da eine Haut die trocken ist mehr Pflege braucht als eine normale. Um doch eine Antwort zu geben, würde ich empfehlen unbedingt einen Reiniger mitzunehmen und eine Tagescreme für die Gesichtshaut. Bei trockener Haut hilft zusätzlich eine Körperlotion. Also mit drei wichtigen Produkten kommt man gut durch die Ferien ohne zu viel Platz nur für die Pflege zu verwenden!

Vegansis: Danke, Konrad, für die interessanten Tips!

Mehr zu den tollen Produkten im neuen Onlineshop von Sanctum.

Veggie World 2017 – Konrad und Saby am Stand von Sanctum

VeganSis verdient bei der Erwähnung all dieser Artikel kein Geld!

Saby

Autor: Saby

Weiss Geschmack zu schätzen und sucht immer neue Wege!

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