Fettfreie Mayonnaise – wer hätte es gedacht!

Vegane fettfreie Mayonnaise

Langes tüfteln bringt den Erfolg…

Nun ist es bereits bald ein Jahr her, seit ich mir das GU-Buch „Wurst & Käse vegan selbst gemacht“ gekauft und Hildegard Müller’s Mayo ausprobierte. Mega fein kann ich an dieser Stelle sicher mal verraten, aber – es gibt irgendwie halt immer ein aber – die Menge an Oel hat mich einfach abgeschreckt, diese Mayonnaise ohne Ei regelmässig zuzubereiten. Auch wenn wir Argumente hörten wie „auch die traditionelle Thomy-Mayo à la française enthält 80% Oel“ – VeganSis liess sich nicht entmutigen und tüftelte weiter.

Zwischendurch haben wir das Oel mit roten Linsen ersetzt, was zwar im Geschmack mega fein war, aber weder durch Konsistenz noch Farbe überzeugte. Eine rot-gelbe Sauce die ein Brosmengefühl auf der Zunge hinterlässt als neue Lösung zu publizieren… naja, da wäre es uns wohl schwergefallen, unsere Leser zu überzeugen die „Etwas-Wie-Mayonnaise“ auszuprobieren!

Letzte Woche hatte ich nun endlich das AHA Erlebnis und glücklicherweise auch gleich ein Päckchen Seidentofu im Kühlschrank. 🙂 Damit klappte es dann auch mit dem ersten Versuch! Geschmack, Konsistenz und die Tatsache, dass wir hier Fett gegen Soya-Protein eingetauschen überzeugte dann auch alle Testpersonen. Im Blindtest wurde die vegane Variante der „richtigen Mayo“ sogar bevorzugt!

Somit war ich endlich parat, diesen Artikel zu schreiben!

 

Das Rezept für die Mayonnaise

Zutaten

  • 1 Packung (250 gr.) Seidentofu
  • 10-15 gr. milder oder mittelscharfer Senf (mit 10 gr. ist sie noch schön weiss, mit 15 gr. etwas gelber aber besser finde ich)
  • 3.5 EL Zitronensaft (frische Zitrone, oder entsprechend vom Konzentrat)
  • 1/2 TL Kala Namak (schwarzes Salz)
  • 1/2 – 3/4 TL Guakernmehl (je mehr desto dicker die Mayo; wie du’s lieber hast)

Bezugsquellen
Ich verwendete den Seidentofu und den milden Senf von Migros Bio, und das schwarze Salz und das Guarkernmehl bestellte ich bei fabulous.ch.

Was ist Kala Namak?
Dieses schwarze Salz kommt aus Indien und entwickelt einen schwefeligen/rauchigen Geschmack, sobald es mit dem Essen in Berührung kommt. Die Wohnung riecht als hättest du Eier gekocht und du kannst das Salz überall verwenden, wo du den Eiergeschmack vermisst, wie zum Beispiel eben in dieser Mayo, im Tofuscramble aka Tofu-„Rührei“ oder auch in der Salatsauce.

 

Zubereitung der Mayonnaise

  1. Alles in ein Topf und mixen. Beim Guakernmehl die Empfehlungen des Herstellers beachten, damit es nicht klumpt
  2. Ev. noch nachwürzen
  3. Und nun die Wohnung lüften 😉

Variationen
Entweder frisch geschnittene Kräuter (im Foto vorne rechts) hinzufügen, oder ein wenig Currypulver (im Foto vorne links) – du kannst die Mayonnaise verwenden wie jede andere Mayo!

 

Fazit

Das Gute an diesem Mayo-Rezept ist, dass es nur sehr wenige Zutaten benötigt, mit einem Stabmixer schnell zubereitet ist (mit Gabel und Schwingbesen sicher auch gut möglich), und da Seidentofu und Zitronensaftkonzentrat je nach Hersteller lange haltbar sind, kannst du die Mayonnaise jederzeit aus deinem Vorrat herstellen. Und selbst wenn du sie gleich auslöffelst – ich zweifle, dass sie dir schwer aufliegen wird.

Wahrlich – Genuss ohne schlechtes Gewissen! 🙂

 

Nachgekocht?

Teile deine Mayo und das dazugehörige Gericht mit uns über Instagram mit dem Hashtag #vegansisshare. Wir sind gespannt! 🙂

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Fettfreie Mayonnaise (vegan)
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Esti

Autor: Esti

Entwicklerin durch und durch - egal ob Software oder Rezepte!

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